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Ärztekammer des Saarlandes
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Aktuelles

Ärztekammer unterstützt die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen

Saarbrücken. Die Ärztekammer unterstützt die Forderungen der an den kommunalen Kliniken tätigen Kolleginnen und Kollegen nach besseren Arbeitsbedingungen. „Die Differenzen bei den Tarifverhandlungen zwischen dem Verband kommunaler Arbeitgeber und der Ärzteschaft sind Ausdruck einer unzureichenden Wertschätzung ärztlicher Arbeit. Die große Zustimmung bei der Urabstimmung über des Marburger Bundes über den Streik zeigen, dass die Ärztinnen und Ärzte die derzeitige Situation nicht mehr widerspruchslos hinnehmen", kommentiert Kammerpräsident Dr. Mischo den Beginn des Arbeitskampfes.
Die Ärztekammer fordert die kommunalen Arbeitgeber auf, sich um konstruktive Lösungen zu bemühen, die sowohl dem Wert ärztlicher Arbeit gerecht werden als auch diese anspruchsvolle Tätigkeit wieder attraktiv machen. In den letzten Jahren wurden die Anforderungen an die Arbeitsintensität ärztlicher Leistungen, die Dokumentationspflicht und die Qualitätsnormen mit großer Selbstverständlichkeit erhöht. Während die Anzahl der stationären Krankenhausfälle im Vergleich 2004 zu 2008 um rund 5 % gestiegen ist, hat sich die Zahl der Ärzte an kommunalen Krankenhäusern nur um 0,7 % erhöht. Die Arbeitsverdichtung hat auch vor dem Bereitschaftsdienst nicht Halt gemacht. Er wird regelmäßig im Anschluss an einen achtstündigen Routine-Arbeitstag geleistet. Nach 24 Stunden in der Klinik darf der Arzt dann in den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhetag gehen. Dieser „Arbeitstag" wird (zu 100 %) von dem geringer vergüteten (meist zwischen 60 und 75 %) Bereitschaftsdienst abgezogen.
Mit großer Sorge beobachtet die Ärztekammer darüber hinaus, dass immer weniger Ärzte bereit sind, die verantwortungsvolle und belastende Arbeit am Patienten zu übernehmen. Schon heute ist jedes vierte Krankenhaus nicht mehr in der Lage, die Assistenzarztstellen zu besetzen. Insgesamt fehlen in den deutschen Kliniken 5.000 Ärzte, Tendenz steigend. Mit kurzer Verzögerung wird sich dieser Ärztemangel dann im Bereich der niedergelassenen Ärzte fortsetzen.

 




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