Sonnenschutz - aber wie?

In Deutschland erkranken pro Jahr ungefähr 250.000 Menschen an "hellem" und 16.000 an "schwarzem" Hautkrebs, etwa 3.000 Menschen sterben jährlich bundesweit an Hautkrebs. Trotz dieser Entwicklung gehen viele Menschen nachlässig mit dem Thema Sonnenschutz um.
Wie man sich optimal vor zuviel Sonne schützt, hat die Dermatologin Cornelia Rupp-John aus Püttllingen zusammengefasst:
- Meiden Sie die UV-intensiven Tageszeiten, 50% der täglichen UV-Belastung besteht in der Zeit von 11:00 bis 13:00 Uhr!
- Im Schatten kann die UV-Strahlung um bis zu 50% reduziert sein.
- Tragen Sie bei Aufenthalt im Freien lichtdichte Textilien, breitkrempige Hüte und Sonnenbrillen mit UV-Schutzfilter!
- An unbedeckten Körperstellen sollten täglich Lichtschutzpräparate mit Schutzfaktor von mind. 15 angewandt werden. Täglich!
- Diese Lichtschutzpräparate sollten im UVB und UVA-Spektrumbereich gleichermaßen schützen.
- Die Schutzwirkung ist der UV-Belastung anzupassen, also höhere Lichtschutzfaktoren bei Aufenthalt im Gebirge oder am Meer.
- Auch die individuelle Hautempfindlichkeit ist zu berücksichtigen, besonders bei heller Haut mit Sonnenbrandneigung.
- Babyhaut ist sehr empfindlich, zur Anwendung können aber nur babytaugliche Präparate kommen. "Erwachsenen"-Produkte sind, auch wenn sie einen sehr hohen Schutzfaktor haben, für Babys nicht geeignet.
- Die Lichtschutzmittel müssen ca. 30 Minuten vor der UV-Exposition aufgetragen werden, sonst besteht häufig kein ausreichender Schutz in der ersten halben Stunde im Freien.
- Das Lichtschutzmittel sorgfältig und nicht zu sparsam auf alle unbedeckten Hautstellen auftragen!
- Beim Baden sind wasserfeste Lichtschutzmittel zu verwenden!
- Menschen mit Risiko für Vitamin-D-Mangel (z.B. ältere Menschen mit nur wenig Aufenthalt im Freien) sollten auch Lichtschutz betreiben, zusätzlich müssen dann auch Vit-D3-Präparate eingenommen werden.