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Fragen und Antworten zum Einsatz von Cannabis in der Medizin

Seit dem 10. März 2017 können Ärztinnen und Ärzte cannabishaltige Arzneimittel (Cannabisblüten-, Extrakte und Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon) für Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung zu Lasten der GKV verordnen.

Nähere Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben, zum Genehmigungsverfahren, zu den verordbaren Arzneimitteln, zur Rezeptausstellung, zur Dosierung und möglichen Einnahmearten sowie zur Patientenaufklärung und Begleiterhebung finden Sie hier.

Einweihung der 3. Oase geschenkten Lebens

Veranstaltungshinweis: Baumpflanzaktion am 21. Mai 2017

Ein weiterer Baum in ehrendem Gedenken an die saarländischen Organspenderinnen und Organspender und deren Angehörige wird am Sonntag, 21. Mai 2017, in Saarbrücken gepfanzt.

Ärztliche Mitteilungspflicht nach Gewalt aufgehoben

Mit der Entscheidung des Bundestages vom Februar 2017 wird die ärztliche Mitteilungspflicht an Krankenkassen (§ 294a SGB V) für Fälle physischer und psychischer Misshandlung und sexueller Gewalt gegen Erwachsene aufgehoben bzw. an die Einwilligung der Patienten(innen) gebunden.

Die neue Regelung ist am 11. April 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Entscheidung wurde das jahrelange Ringen um die Abschaffung der Mitteilungspflicht bei sexueller und häuslicher Gewalt beendet.

Neu: Patienteninformation "Darmkrebs im frühen Stadium" in mehreren Sprachen

Ärzte können ihren Patientinnen und Patienten, die nicht deutsch sprechen, Informationen zu diesem Thema jetzt auch in Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch mit an die Hand geben.

Auf zwei Seiten vermittelt die Kurzinformation "Diagnose Darmkrebs – was kommt auf mich zu?" wichtige Fakten zu Diagnostik, Krankheitsverlauf und Behandlung von Darmkrebs im frühen Stadium. Zudem erhalten Betroffene praktische Tipps, wie sie mit der Erkrankung umgehen können. 

(PM) Behandlungsfehlerstatistik 2016

Saarbrücken. Komplikationen oder unerwünschte Behandlungsergebnisse in der Medizin können vielfältige Ursachen haben. Vermutet ein Patient, durch eine fehlerhafte ärztliche Behandlung einen Schaden erlitten zu haben, kann er dies u.a. durch Schlichtungsstellen oder Gutachterkommissionen der Ärztekammern außergerichtlich und kostenfrei prüfen lassen.

„Eine fehlerfreie Medizin wird es nie geben können. Nichts desto trotz muss jeder Schadensfall Anlass für uns Ärzte und Ärztinnen sein, etwas besser zu machen. Weil hinter jedem Fall in der Statistik ein Schicksal steht“, sagt Kammerpräsident San-Rat Dr. Mischo. Deshalb werde seit Jahren das systematische, interdisziplinäre Risiko- und Fehlermanagement weiter entwickelt. In vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens, insbesondere in Krankenhäusern, sei dies inzwischen fester Bestandteil des Qualitätsmanagementsystems.